Buchbesprechung: Jean Genet, der herrliche Lügner

Buchbesprechung: Jean Genet, der herrliche Lügner

Tahar Ben Jelloun ist der vielleicht bekannteste marokkanische Autor der Gegenwart, was sicher damit zusammenhängt, dass er französisch schreibt; er ist einer der anerkanntesten (u. a. Prix Goncourt), produktivsten und aktivsten aus dem Magreb stammenden Intellektuellen und Künstler (www.taharbenjelloun.org). Mehr lesen

Traditionelle Tänze in Marokko

Traditionelle Tänze in Marokko

Wer traditionelle marokkanische Tänze sehen will, ohne viel Mühe auf sich zu nehmen, sollte das Festival National des Arts Populaires in Marrakesch besuchen. Das Festival findet seit 1960 jeden Sommer unter der Schirmherrschaft des marokkanischen Königs statt. Dort treten zahlreiche Tänzer aus den verschiedenen Gebieten Marokkos auf. Ziel des Festivals ist es, Mehr lesen

Amina Alaoui, Arco Iris (2011) und Alcantara (1998)

Amina Alaoui, Arco Iris (2011) und Alcantara (1998)

Die marokkanische Sängerin Amina Alaoui ist seit der Veröffentlichung ihrer CD Alcantara im Jahre 1998 eine der hervorragendsten Vertreterinnen der arabo-andalusischen Musik, d.h. jener Musik, die das Erbe Andalusiens in Marokko über die Jahrhunderte bewahrt hat. Sie hat eine wunderbar klare, äußerst modulationsfähige Stimme mit einer ausgezeichneten Intonation. Oft gleicht sich ihre Stimme in Klang und Führung an andere Instrumente an, sodass der Unterschied zwischen vokal und instrumental zu verschwimmen beginnt, was durch die generell sehr hallbetonte Aufnahmetechnik erleichtert wird.
Ihr Repertoire beschränkte sich von Anfang an nicht auf die arabisch-andalusische Musik sondern bezieht auch die alte Musik Europas mit ein. Dafür stehen etwa Titel wie Maravillosos, Hija mia u. a. auf „Alcantara“ (meiner Ansicht nach ihre bislang immer noch beste Veröffentlichung) oder von Fado und Flamenco inspirierte Stücke auf ihrer neuen CD Arco Iris (ihre fünfte CD-Veröffentlichung seit 1995). Wie sie selbst schreibt, ist ihr kulturübergreifender Impetus nicht antiquarisch und nostalgisch, sondern vorwärts gewandt, auf der Suche nach einer Identität, die nach den von ihr zitierten Worten Mahmud Darwishs vielfältig ist und sich nicht abgrenzt.