Jordanien: Widad Kawar

Jordanien: Widad Kawar

Seit 50 Jahren sammelt die aus Palästina stammende, vielfach mit internationalen Preisen ausgezeichnete Widad Kawar Kleider, Schmuck und Accessoires aus Palästina, Jordanien und Syrien. Sie ist mit einem Jordanier verheiratet, die Familie wohnt seit Jahrzehnten in Amman. Im Jahr 2015 hat sie ihr eigenes Museum eröffnet. Mehr lesen

Marokko: Bahija Abdouelali

Marokko: Bahija Abdouelali

Zu Füßen der Hassan II Moschee erstreckt sich die Medina von Casablanca – ein landwärts von einer Mauer mit Toren und seewärts von einem kleinen portugiesischen Fort (heute Restaurant) umschlossenes Gewirr von Gassen. Kleine Läden fügen sich harmonisch in die von Moscheen überragten Wohnhäuser, die mit ihrer rund 150 Jahre alten portugiesisch-maurischen Architektur ein Gesamtkunstwerk in weiß bilden. Mehr lesen

Jordanien: Nawal Abdullah

Jordanien: Nawal Abdullah
Nawal Abdullah, Foto: © Nawad Art Gallery
Nawal Abdullah, Foto: © Nawad Art Gallery

„Wenn ich mich künstlerisch betätige, dann fühle ich mich so, als ob ich mich auf eine Reise begebe,“ so Nawal Abdullah bei einem Gespräch in der Nabad Art Gallery in Amman, in der sie im Mai/Juni 2016 eine Solausstellung unter dem Titel „Art for Hope“ hat. Mehr lesen

Musik der Haratin in Mauretanien

Musik der Haratin in Mauretanien

Eine Feldforschung von Dr. Edda Brandes (Musikethnologin) und Petra Buda (Kamera)

Gruppe Tidjania, Kesseltrommel, Chinguetti, Foto: © Edda Brandes
Gruppe Tidjania, Kesseltrommel, Chinguetti, Foto: © Edda Brandes

Im April 2015 brachen wir für zwei Wochen zu einer Feldforschung nach Mauretanien auf. Angenehme Temperaturen empfingen uns in der Hauptstadt Nouakchott: warme Luft und eine Brise vom Meer. Unsere beiden mauretanischen Assistenten Sidi und Abdou hatten schon Vieles vorbereitet: Die ersten Aufnahmetermine standen fest, Musiker und Musikerinnen im fernen Chinguetti waren kontaktiert. Mehr lesen

Arabische Erzählkunst – Ein Gespräch mit Salim Alafenisch

Arabische Erzählkunst – Ein Gespräch mit Salim Alafenisch

Der Schriftsteller und Erzähler Salim Alafenisch wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamele seines Vaters, mit vierzehn Jahren lernte er lesen und schreiben. Nach seinem Abitur 1971 in Nazareth folgte ein einjähriger Aufenthalt am Princeton College in London. 1973 ging er nach Heidelberg, wo er Ethnologie, Soziologie und Psychologie an der Universität Heidelberg studierte. Mehr lesen

Zum Tod von Fatima Mernissi

Zum Tod von Fatima Mernissi

Am 30. November 2015 verstarb die marokkanische Soziologieprofessorin und Schriftstellerin Fatima Mernissi im Alter von 75 Jahren in Rabat.

Mir begegnete die streitbare Feministin in den 1980er Jahren durch Recherchen für eine Studie zum Thema Bauchtanz in Berlin. Das Buch, das ich von ihr las („Herrscherinnen unter dem Halbmond. Die verdrängte Macht der Frauen im Islam“), zeugte von einer engagierten und mutigen Autorin, die sich nicht scheute, einem Heer von Islamgelehrten die Stirn zu bieten. Ihr Hauptargument „Nicht der Islam ist frauenfreindlich sondern die Auslegungen der männlichen Gelehrten“ begegnet dem Leser so oder ähnlich in fast jedem ihrer zahlreichen Bücher. „Der politische Harem“ – ihr Hauptwerk – wurde in 30 Sprachen übersetzt.

Fatima Mernissi live zu erleben (2004 auf der Frankfurter Buchmesse, als die Arabische Welt dort zu Gast war) war ein Highlight, denn sie strahlte vor Lebensfreude und weiblichem Charme.

In ihrer Heimat engagierte sie sich vermehrt auch für verschiedene Fraueninitiativen, seien es Teppichweberinnen (Die Frau hinter dem Teppich), Bücherkarawanen, Schreibateliers. Sie vertrat die Meinung, dass Frauen selbständiger werden müssen u.a. durch mehr Bildung und ihre Stimme erheben sollten. Sie jedenfalls tat das ihr Leben lang. Viele ihrer Bücher wurden zunächst in Frankreich veröffentlich, in Marokko gab es sie dann nur unter dem Ladentisch. Letztlich hat sie ihre Position als streitbare Verfechterin der Rolle der Frau im Islam behauptet.

Für mehr Infos s. mernissi.net

Nofretetes Grab entdeckt – Sensationsfund oder Medienrummel?

Nofretete, Foto: E. Michael Smith
Nofretete, Foto: E. Michael Smith

Hat der englische Archäologe Nicholas Reeves im Tal der Könige bei Luxor tatsächlich das Grab von Nofretet entdeckt oder ist es eine bloße Vermutung?

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag, den 1. Oktober, sagte er in Kairo, dass er sich zu 70% sicher sei, dass sich hinter dem Grab von Tutanchamun noch weitere Kammern verbergen. Diese könnten – nach seiner Theorie – die Grabkammern der Stiefmutter und Vorgängerin Tutachamuns (Nofretete) sein.
Nun müssen zunächst diverse Genehmigungen eingeholt werden, dann starte man mit Radarmessungen, so erklärte der ägyptische Antikenminister Mamdouh El Damati, der sich ansonsten eher bedeckt hielt. Mit ersten Erkenntnissen ist nicht vor November zu rechnen.

Freiheit und Sex im Islam

Freiheit und Sex im Islam

Der 1921 in Tunesien geborene islamische Freidenker Mohamed Talbi ist im Westen bislang relativ unbekannt. In seinen Werken setzt sich der Islamwissenschaftler kritisch mit vielen traditionellen und engstirnigen Interpretationen des Korans auseinander, die den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts nur ungenügend entsprechen. Mehr lesen