Marokko: Bahija Abdouelali

Marokko: Bahija Abdouelali

Zu Füßen der Hassan II Moschee erstreckt sich die Medina von Casablanca – ein landwärts von einer Mauer mit Toren und seewärts von einem kleinen portugiesischen Fort (heute Restaurant) umschlossenes Gewirr von Gassen. Kleine Läden fügen sich harmonisch in die von Moscheen überragten Wohnhäuser, die mit ihrer rund 150 Jahre alten portugiesisch-maurischen Architektur ein Gesamtkunstwerk in weiß bilden. Mehr lesen

Jalid Sehouli – Die Geschichte einer erfolgreichen Integration

Jalid Sehouli – Die Geschichte einer erfolgreichen Integration

Jalid Sehouli kam als Flüchtlingskind in den Wedding. Heute ist er Krebsspezialist.

Man könnte sagen, dass Jalid Sehouli nie aus dem Wedding herausgekommen ist, und dieser Satz wäre wahr und doch auch ganz falsch. Der Name in Kombination mit dem Stadtteil, in dem einer sein Leben lang verharrt hat – da ist man schnell dabei, sich im Kopf eine Migrantenbiografie zurechtzuzimmern, in der nicht viel erreicht worden ist. Mehr lesen

Ausstellungseröffnung – Marokkos Wälder entdecken

Ausstellungseröffnung – Marokkos Wälder entdecken
Eröffnung der Ausstellung zur Dedesertifikation in Marokko, Foto: Ulrike Askari
Eröffnung der Ausstellung zur Dedesertifikation in Marokko, Foto: Ulrike Askari

Die grünen Schätze Marokkos: Wälder

Wer glaubt, dass das nordwestlichste Land auf dem afrikanischen Kontinent hauptsächlich aus Wüste besteht, wird durch die Ausstellung „Die Schätze der Wälder Marokkos“ im Orientalischen Garten in den Gärten der Welt (Berlin-Marzahn) eines Besseren belehrt. Immerhin insgesamt 9 Millionen ha (8% der Bodenbedeckung) Wald mit einer großen sozioökonomischen Diversität hat Marokko zu bieten. Mehr lesen

6. Biennale Marrakech

6. Biennale Marrakech
Diese Biennale findet vom 24. Februar bis 8. Mai 2016 statt. Sie steht unter der Schirmherrschaft von König Mohammed VI.

Was ist nötig, um eine relativ bedeutungslose Biennale zu einer erfolgreichen Veranstaltung zu machen? Mit Sicherheit ein rühriger Organisator, ein anerkannter Kurator, internationale Künstler von Rang, ein überzeugendes Konzept und ein attraktiver Ort des Geschehens. Mehr lesen

Zum Tod von Fatima Mernissi

Zum Tod von Fatima Mernissi

Am 30. November 2015 verstarb die marokkanische Soziologieprofessorin und Schriftstellerin Fatima Mernissi im Alter von 75 Jahren in Rabat.

Mir begegnete die streitbare Feministin in den 1980er Jahren durch Recherchen für eine Studie zum Thema Bauchtanz in Berlin. Das Buch, das ich von ihr las („Herrscherinnen unter dem Halbmond. Die verdrängte Macht der Frauen im Islam“), zeugte von einer engagierten und mutigen Autorin, die sich nicht scheute, einem Heer von Islamgelehrten die Stirn zu bieten. Ihr Hauptargument „Nicht der Islam ist frauenfreindlich sondern die Auslegungen der männlichen Gelehrten“ begegnet dem Leser so oder ähnlich in fast jedem ihrer zahlreichen Bücher. „Der politische Harem“ – ihr Hauptwerk – wurde in 30 Sprachen übersetzt.

Fatima Mernissi live zu erleben (2004 auf der Frankfurter Buchmesse, als die Arabische Welt dort zu Gast war) war ein Highlight, denn sie strahlte vor Lebensfreude und weiblichem Charme.

In ihrer Heimat engagierte sie sich vermehrt auch für verschiedene Fraueninitiativen, seien es Teppichweberinnen (Die Frau hinter dem Teppich), Bücherkarawanen, Schreibateliers. Sie vertrat die Meinung, dass Frauen selbständiger werden müssen u.a. durch mehr Bildung und ihre Stimme erheben sollten. Sie jedenfalls tat das ihr Leben lang. Viele ihrer Bücher wurden zunächst in Frankreich veröffentlich, in Marokko gab es sie dann nur unter dem Ladentisch. Letztlich hat sie ihre Position als streitbare Verfechterin der Rolle der Frau im Islam behauptet.

Für mehr Infos s. mernissi.net

Reichsdeutsche und ihr Kaiser in Marokko – Wanderausstellung

Reichsdeutsche und ihr Kaiser in Marokko – Wanderausstellung

Eine Wanderausstellung informiert mit historischen Bildern über die Präsenz der Deutschen in Marokko. 68 große Bildtafeln mit zeitgeschichtlichen Dokumenten, Fotographien und Texten veranschaulichen die „Spuren der deutschen Präsenz in Tanger und Marokko in der Zeit von 1873 bis 1918“. Die Ausstellung wurde im Juni 2014 in Tanger eröffnet. Die letzte Station ist Berlin, wo sie bis zum 20. Mai 2015 im Kulturzentrum der Botschaft des Königreichs Marokko zu sehen ist. Mehr lesen

Die marokkanische Literaturszene im Wandel der Zeiten

Die marokkanische Literaturszene im Wandel der Zeiten

Das entscheidendste und bis heute prägendste Ereignis in der Geschichte Marokkos war die Ankunft der Araber und des Islam im Jahre 683. Unter dem arabischen Feldherren Oqba Ben Nafi gelangten die arabischen Reiterscharen über die unwegsamen Atlasketten bis zum Atlantik. Mehr lesen

Morbide Magie in der Medina von Tanger

Morbide Magie in der Medina von Tanger

In der Region Tanger-Tétouan leben 2,5 Mio. Menschen. Dynamik bestimmt das Leben – dazu leistet der neue Hafen Tanger Med, in dem die meisten Besucher, die per Schiff reisen, ankommen, einen entscheidenden Beitrag. Seit der König vor sieben Jahren den Wirtschaftsaufschwung initiierte, boomt die Region und davon profitieren Kultur und Tourismus. Die „neue“ Kulturmetropole hat ihren Charme zurück gewonnen – mit Weltoffenheit und kultureller Vielfalt. Mehr lesen